Fotos: mediapool
Funktion: Co-Regie
Auftrag: Special Olympic Weltverband, ARS aus mediapool Berlin und phase7
Ort: Berlin, Olympia Stadion
Jahr: 2023

Regie Sven Sören Beyer (phase7), Co-Regie: Ulrich Thon, Assistenz: Tim Schneider
Choreographie: Lydia Klement, Komposition: Christian Steinhäuser, Licht: Flo Erdmann und viele großartige Menschen mehr!
Die Special Olympics World Summer Games 2023 waren die 16. internationalen Sommerspiele der Special Olympics. Sie fanden vom 17. bis 25. Juni 2023 in Berlin statt und waren das erste internationale Special-Olympics-Turnier auf deutschem Boden. Zugleich waren die Spiele das nach der Zahl der Teilnehmenden größte internationale Sportereignis in Deutschland seit den Olympischen Sommerspielen von 1972 in München.
Für mich bestand der größte Reiz dieser Veranstaltung in der Tatsache ein Fest mit tausenden Menschen mit Assistenzbedarf in einem von den Nazis errichteten Tempel der Ausgrenzung zelebrieren zu dürfen. Die Ideen von Sven S. Beyer (phase7) begann ich bereits zum Teil schon über ein Jahr vor der Veranstaltung als Konzept zu verschriftlichen. Gemeinsam prüften wir immer wieder aufs Neue, dass so viel wie möglich und in allen Details Menschen mit Assistenzbedarf in unsere Abläufe eingebunden waren.
Was ich so tatsächlich noch nie in dreißig Jahren erlebt habe, war die überragende Leistung und Verbundenheit als Team, in dem es kaum Hierarchien und Befindlichkeiten zu geben schien. Alle auf einer Augenhöhe von den helfenden Volunteers bis, zu den Leiter*innen der einzelnen Gewerke. Einzigartig und unvergesslich.
Fotos: Ulrich Thon
Special Olympics Deutschland e.V. // LOC Special Olympics World Games Berlin 2023
Im Juni 2023 fanden die Special Olympics World Games, die größte inklusive Sportveranstaltung der Welt, in Deutschland statt. Fundament der Planungen waren die Bedürfnisse der Athlet:innen, die Implementierung der UN-Behindertenrechtskonvention sowie die UN-Nachhaltigkeitsziele.
Es sollte ein Bewusstsein für die Lebenssituation von Menschen mit geistiger Beeinträchtigung geschaffen sowie über Begegnungen Vorurteile abgebaut werden. Von Beginn an war es erklärtes Ziel, das gesamte Land einzubinden und neue Wege in der Berichterstattung zu gehen. So wurden beispielsweise Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung auch in Planung und Durchführung der Weltspiele eingebunden,
Lediglich acht Prozent der Menschen mit geistiger und mehrfacher Beeinträchtigung haben in Deutschland Zugang zum Sport. Der herrschende Mangel an Zugangsmöglichkeiten im Sport ist auch der fehlenden Einbindung der Betroffenen in Entscheidungsprozesse geschuldet. Damit handelt es sich hier um ein Vorreiterprojekt, dass eine besondere Strahlkraft im Rahmen der sozialen Nachhaltigkeit aufweist.