Traumfrauen

Produzent: Theater der Altmark, Jobcenter und die Hochschule Stendal

Foto: Tanja Andrys | Starten mit viel Energie in die neue Spielzeit: Die "Traumfrauen" und die Mitarbeiter des TdA, der Stadtverwaltung und des Jobcenters.


Funktion: Co-Regie
Regie: Ludger Lemper
Dramaturgie: Peggy Marmuth
Ort: Stendal
Jahr: 2014


Eines der Projekte, bei denen man sehr, sehr demütig wird und dankbar für die eigene Situation. Ich bin selten Menschen begegnet, die mit einem so großen Portfolio an Fort- und Weiterbildungen, Galgenhumor, Lebensfreude und sozialer Kompetenz ihr Leben gemeistert und ihre Familie gemanaged haben, wie diese Gruppe. Für sie war es vor allem eine Möglichkeit ihre Familien alleinerziehend übers nächste Jahr zu bringen. Wieder einmal. Diesen Frauen gebührt der höchste gesellschaftliche Respekt, wie allen anderen auch in vergleichbarer Lage.



Presse:

„Stendal. Mit einer geballten Ladung Frauenpower startet das Theater der Altmark in die neue Spielzeit. Neun arbeitslose Frauen und ein Mann sollen in den kommenden zwölf Monaten durch die Arbeit an einem Theaterstück ihre Stärken neu entdecken und so bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt bekommen.

Das Projekt ist Teil der „Bürgerbühne“, wo Menschen in Spielclubs selbst Theater machen. Teilnehmer seien „Experten des Alltags“, so Lenard. Die „Traumfrauen“, das sind alleinerziehende, seit langer Zeit arbeitslose Frauen. Ein „Traummann“ bildet die Ausnahme im Ensemble. „Sie werden ein neues Theaterstück schaffen“, betont Alexander Netschajew, Intendant des TdA.
Parallel zur Bühnenarbeit stehen sie bei der Stadt Stendal in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis. Das Projekt ist für ein Jahr geplant. „Wir wollen das Selbstbewusstsein der Beteiligten stärken. Sie sollen auf der Bühne ihr Potenzial zeigen, um hinterher besser in den Arbeitsmarkt zu finden“, erklärt Dr. Marion Emmer vom Jobcenter Stendal. „In unserer Arbeit nehmen wir auch solche Ideen auf“, fährt Emmer fort.
„Es wird trotzdem eine Produktion wie jede andere auch“, so Netschajew. „Aber es ist eben nicht nur ein Spiel, sondern bitterer Ernst für die Beteiligten.“
(Text: Mike Höpfner)



 

 

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