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2. Mai 1945 – 2. Mai 2005
60 Jahre Kriegsende in Berlin

Gedenkversanstaltung des Landes Berlin

Konzeptionelle Mitarbeit und Regie
Auftrag: mediapool / Senat Berlin
Berlin, 2005


Zum Gedenken an 60 Jahre Kriegsende in Berlin galt es eine den Anlass würdigende Veranstaltung zu entwerfen, die sowohl den Blick zurück ehrlich reflektierte und das Verhältnis zu den Verbündeten aus heutiger Sicht und mit Blick auf die gemeinsame Zukunft darstellte.

Anlässlich des Gedenkens an das Kriegsende in Berlin vor sechzig Jahren, gab die Gedenkfeier im Roten Rathaus zu Berlin die Möglichkeit, eine in Form und Ausdruck besondere Veranstaltung durchzuführen. Basierend auf den Grundideen von Markus Mechelhoff (mediapool) entwickelte sich ein Konzept, in dem alle Schwerpunkte dieses Ereignisses sensibel und ausdrucksstark zusammengeführt werden konnten.
Einleitend standen die Worte des regierenden Bürgermeisters von Berlin, Wowereit. Die Gestaltungsmöglichkeit der Gedenkveranstaltung war ungewöhnlich freilassend, was nicht gewöhnlich ist, wenn man in politischen Zusammenhängen inszeniert. Mehrere Module griffen in einander. Sie bildeten den Rahmen für spannende Zeitzeugenberichte von Inge Deutschkron, die als Jüdin während des Krieges versteckt in Berlin lebte; Professor Stefan Doernberg, der als deutschstämmiger Rot-Armist in Berlin einmarschierte oder Horst Bosetzky, der durch sein Buch „Brennholz für Kartoffeln“ bekannt wurde.
Während parallel zu den Interviews Dias zu den entsprechenden Themen gezeigt wurden, liefen während der musikalischen Beiträge Filme zu den Themen.
Vier Musiker, jeweils aus den vier unterschiedlichen Ländern der Alliierten, bauten sich vom Solo über das Duo und Trio zum Quartett in der Reihenfolge auf, wie die Besatzungsmächte chronologisch in Berlin eingetroffen waren. Zuletzt stieß ein deutscher Musiker für das letzte Quintettstück hinzu.
Alle Orginaltöne liefen über im Raum verteilte Volksempfänger. Da Stefan Doernberg als junger Soldat die Friedensverträge im Namen der Roten Armee ins Deutsche übertrug, besorgten wir noch den originalen Tisch, an dem dies stattfand, aus dem Museum und ließen ihn daran berichten. Das Zusammenspiel der verschiedenen Inszenierungs-Elemente machte die Veranstaltung kurzweilig und emotional und begeisterte die anwesenden Politiker und Angehörigen des diplomatischen Corps, sowie die Vertreter aus den Staaten der Verbündeten.
Sehr dankbar war ich dafür, dass Herr Wowereit meine Änderungsvorschläge für seine Rede ohne Diskussion aufnahm und umsetzen konnte.
Insgesamt konnten wir auf eine gute Veranstaltung zurückblicken, die in Versatzstücken wenige Tage später auf der Bühne am Brandenburger Tor gezeigt wurde.


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