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Der goldene Schnitt – 50 Jahre Stadt Achim

Konzeption, Organisation, Gesamtleitung
Auftrag: Land Niedersachsen, Stadt Achim
Darin: Lesung der Zeitzeugen der Nachkriegsgeschichte
Theatercollagen (Theater), Mozart bis Metal (Musik),
Crossingroads (Strassenspektakel, Film, Breakdance etc),
Fahnenfest, Ausstellungen (insg. künstl. 2000 Teilnehmer)
Achim, 1999


Unter Einbeziehung aller Stadtteile, aller Altersstufen und aller Kunstbereiche, entstand zum fünfzigjährigen Bestehen der Stadt Achim ein soziokulturelles Projekt mit rund 2000 Beteiligten. Die Vorbereitungen erstreckten sich über eineinhalb Jahre und bildeten ein Feuerwerk der Künste, als alle Projekte am 2. Oktober 1999 zur Aufführung gelangen konnten.


In diesem einmaligen Gesamtprojekt wurden 50 Jahre Achimer Stadtgeschichte dargestellt, gezeigt und hinterfragt. Von der Nachkriegsgeschichte bis ins Heute wurde mit Zeitzeugen aller Jahrzehnte geschaut und umgesetzt, was ihnen Achim auf welche spezifische Weise bedeutet hat. Unter Einbeziehung von Architektur, Musik, Mode, Politik und Kunst sollten die jungen und alten Zeitzeugen anhand des Projektes Interesse an ihrer gemeinsamen Stadtgeschichte entwickeln und kreativ umsetzen. Nicht Harmonie wurde angestrebt, sondern Auseinandersetzung, künstlerische Reibung, die Wärme erzeugen konnte, für einen gemeinsamen Aufbruch in der Stadt Achim in ein neues Jahrtausend.


Einzelprojekte:

Das Projekt »50 Jahre Achim – der goldene Schnitt«, bezog sich auf den Zeitraum 1949 – 1999. Es wurde unter Einbeziehung aller Stadt- und Gemeindeteile und Altersstufen durchgeführt.

Schon vor der eigentlichen Veranstaltung wurden in den »Schaufenstergeschichten« die Schaufenster in der Fußgängerzone mit Fotos und Gegenständen aus den fünfziger Jahren dekoriert.

Bei »Achims neue Kleider« gestalteten etwa 600 Grundschulkinder riesige farbige Fahnen, die an den Fassaden durch die Stadt herunter gehängt wurden, um die Häuser festlich zu schmücken.

In »Crossingroads« (was wegen schlechten Wetters am Abend abgesagt werden musste), sollten Jugendliche aller Couleur ein atemberaubendes nächtliches Spektakel durch die gesamte Stadt veranstalten.

Für eine »Szenische Lesung von Zeitzeugen der Achimer Nachkriegsgeschichte«, wurden über ein Jahr Interviews geführt und von anderen alten Menschen am Tag der Veranstaltung vorgetragen.

Aufgebaut auf diesen Berichten schrieb ich eine generationsübergreifende Familien-Sage, in der sich fünfzig Jahre Lebensgeschichten wiederfanden. Dieses Stück ging unter dem Titel »Theater-Collagen« auf die Bühne.

Was für Musik hörten die Achimer in den vergangenen Jahren bis heute? – mit etwa 400 Musikern wurden in »Mozart bis Metal« in einer Sporthalle die verschiedensten Musikstile über Klassik, Rock ’n’ Roll, Hip Hop und Metal aufgegriffen und am Ende im sogenannten »Achimer Satz« vereint.

Ein spezielles Kino-Programm des KOKI bereitete die Veranstaltungen schon Wochen vorher mit Kultfilmen aus den fünf Jahrzehnten vor.

Eine Ausstellung zu den Theater-Collagen von Hannah Kotrc bereitete die Zuschauer auf den Bühnenabend vor.

In der Sparkasse konnte man in einer weiteren Ausstellung auf 50 Jahre Wirtschaftsentwicklung der Stadt Achim zurückblicken.

In der Eröffnungs-Ausstellung im Rathaus gestalteten der Bund der Vertriebenen und die Achimer Ausländer-Initiative eine Bild-Präsentation, die sich mit dem Thema Flucht und Vertreibung auf komplett unterschiedliche Weise auseinandersetzte.

Ohne die Komplettnutzung unserer Wohnung und dem unermüdlichen Einsatz meiner damaligen Freundin Hannah Kotrc wäre das Projekt definitiv nicht realisierbar gewesen.

Ebenso setzte sich mein Freund und Vertreter Andreas Hein-Köcher bis an die Grenzen des Machbaren für die Umsetzung der Ideen ein.

Beiden sei auch jetzt noch herzlicher Dank gesagt. Dieses Projekt legte mit allen schönen wie leidvollen Erfahrungen den Grundstein für die Großprojekte, die ich in den darauffolgenden Jahren noch leiten sollte.


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