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Das große Geheimnis der Brüder Grimm
Märchenrevue mit Musik von Konstantin Wecker

Regie und Rolle des Jakob Grimm
Buch: Andreas Strasser, Gerd Fischer
Auftrag: C.A.M.E.L.O.T GmbH / Jahrhunderthalle
Frankfurt, 2008


Es war einmal: Jeder kennt die Märchen der Brüder Grimm, die stets mit diesen Worten beginnen. Aber wer kennt die Personen, die hinter diesen Namen standen? In diesem mitreißenden Musical findet sich der Zuschauer inmitten des Szenarios wieder, in dem die schönsten Märchen der Brüder entstehen. Mal magisch, mal rührend und immer wieder komisch, eine Achterbahnfahrt aus Märchen, Kostümen und Gefühlen.

Im Zentrum der Geschichte stehen Wilhelm und Jacob Grimm. Jacob ist besonnen, romantisch, ein verklärter Poet – sein jüngerer Bruder Wilhelm wild, kompromisslos, ein gnadenloser Zyniker! Und doch vereint sie eine gemeinsame Leidenschaft: die Phantasie. Zänkisch, aber immer mit einem Augenzwinkern entführen sie in ihre wundersame Welt. Am Ende wird ein großes Geheimnis gelüftet, dem sich keiner entziehen kann. Untermalt von der brillanten Musik Konstantin Weckers, zieht ein Ensemble aus 2 Hauptdarstellern, 10 Solisten, einem Chor und Live-Musikern seine Register zwischen finster und lustig, klassisch und komisch. So kann es passieren, dass der Wolf im Eifer des Gefechts plötzlich nicht bei den 7 Geißlein einfällt, sondern sich zu den 7 Zwergen gesellt, oder der holde Prinz statt Dornröschen doch lieber Rapunzel küsst.


Hintergründe zu unserer Arbeit am »Großen Geheimnis der Brüder Grimm«

Es ist durchaus tragisch, dass große, wertvolle Themen manchmal in undurchsichtigen Gesetzmäßigkeiten kläglich scheitern und verdorben werden. Dabei hatte das Projekt um die Gebrüder Grimm zweifellos ein ungeheures Potenzial. Die Brüder sollten leibhaftig durch die bekannten Märchen ihrer Sammlung führen, sie zum Leben erwecken, mit den Protagonisten in Verbindung treten. Konstantin Wecker hatte die Lieder und Musiken geschrieben und sich an andere Werke großer Komponisten offen angelehnt, wo diese die Stimmung des Märchens und der Atmosphäre zu treffen wussten. Der Produzent Gert Fischer (Camelot) der ein ungewöhnlich integrer Kenner klassischer Werke ist, hatte zudem für den Bühnentext mit Andreas Strasser einen fähigen Autor berufen, dessen Texte jedoch leider im Prozess – wohl durch andere – vollkommen sinnentfremdet, umgeschrieben und deformiert wurden. So lag schließlich ein Bühnentext vor, der durch die Regie hingebogen und behauptet werden musste.
Kein leichtes, aber auch kein unmögliches Unterfangen. Und doch, die Märchen wurden nur angerissen, verfremdet und verkürzt. Wo Erwachsene schon Schwierigkeiten gehabt haben mögen, der Handlung zu folgen, muss es Kindern vollkommen unmöglich gewesen sein (wenigstens über weite Strecken).
Sicher rettete die Musik einiges, so wie das Bühnenbild von Gerd Friedrich und die Choreographie. Letztlich blieb die Aufführung ein Fragment einer Musical–Revue, die mit den Brüdern Grimm zu tun hatte, aber weder ihnen noch ihrer jahrelangen Arbeit des Zusammentragens deutscher Märchen auch nur ansatzweise gerecht wurde.


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