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Fortissimo
Varieté-Theater-Abend am Krystallpalast Leipzig

Idee und Regie
Regie-Assistenz: Georgina Hoffmann
Konzeptionelle Mitarbeit: Martin Mall
Musikalische Leitung: Roman Borkovskiy
Auftrag: Krystallpalast Varieté
Leipzig
2011

Die häufigsten Tonstärken der abendländischen Musik werden mit italienischen Worten beschrieben, geordnet von leise bis laut. Piano steht für „still“, „leise“, „zart“, Forte hingegen ist eine laute und kräftige Tonstärke. Und Fortissimo ist eine weitere Nuance von Forte. Hinter »Fortissimo« im Varieté versteckt sich aber nicht nur eine Show mit vielen hörbaren Klangnuancen. Freuen Sie sich auf eine Reise mit den populären Klassikern der Unterhaltungsmusik, dargeboten von einem einzigartigen internationalen Ensemble. Die Künstler – alle Allrounder als Artisten und Musiker – lassen das Innenleben eines Orchestergrabens lebendig werden und kreieren mit der Begegnung von Klang- und Körperkunst einen außergewöhnlichen Varietéabend.




Der Orchestergraben ist eine Welt für sich. Wie eine geheimnisvolle Katakombe, eine Krypta der Opernmusik, liegt er unter der brodelnden Bühne im Dunkeln. Nur der Dirigent, peitscht aus den Wogen an die Oberfläche; wuchtet Musiker und Sänger in martialischer Gestik in den Einklang einer gemeinsamen Plastik für Augen und Ohren der Zuschauer. Ein Berserker der Kunst, ein Meister, ein Hohepriester der Musik! – Dann das fulminante Ende. Applaus und Bravo-Rufe. Verbeugen und Zugabe. Der Saal leert sich, die Kollegen Musiker wünschen sich einen schönen Heimweg, die Sängerinnen schminken sich ab, raffen Blumensträuße und Grußkarten zusammen, bevor sie nach Hause eilen. Nacht!

Und der Orchestergraben? Er bleibt wie ein träger Saurier, schweißschwer und einsam zurück. Ein Schiffsrumpf, seiner Last enthoben. Doch wenn alle fort sind, das Theater ein Atemanhalten ist, dann tauchen die Gestalten der Nacht auf, beginnen Instrumente und ihre Kästen ein Eigenleben, finden scheue und kraftvolle, schattenhafte und fantastische Musiker zusammen zu einer einzigartigen Probe, von der niemand je erfuhr, bis zu jener Nacht, in der der Hausmeister des Theaters nur nochmal kurz in den Graben sehen will, wo er allabendlich heimlich die großen Arien zu singen versucht. In dieser – unserer – besagten Nacht aber, traut er seinen Augen nicht.

Hier beginnt unsere Geschichte, die Show der »Fortissimo«

Da gebiert ein Kontrabass eine kleine Violine, die im Cello-Kinderwagen geschoben wird. Musiker spielen auf ungewöhnlichste Weise ihre Instrumente. Artisten blühen auf, in den Klängen klassischer Melodien. Verträumt spielt eine Violinistin ein Lied im Vertikaltuch. Ein Cellist beginnt zu jonglieren. Als sich das Orchester schließlich zusammengefunden hat, erscheint der Dirigent – wie im richtigen Leben –, allerdings auf dem Schlappseil. Der Traum des Orchesterwartes geht in Erfüllung: er singt im Finale endlich eine richtige Arie mit einem richtigen Orchester! Selbstverständlich können selbst die virtuosen Artisten kein Orchester ersetzen. Sie können jedoch den Zusammenschnitt durchaus als Playback für eine Live-Performance nutzen, ebenso wie der Sänger.


Hintergründe zu unserer Arbeit an »Fortissimo«

Unter dem Titel »Fortissimo«, wurde ein Varieté-Abend am Kristall-Palast, Leipzig mit Artisten und einem moderierenden Sänger erarbeitet.

Einen roten Faden bildete die Verwendung klassischer Musik, in unterschiedlichster Ausgestaltung ebenso, wie die damit in Zusammenhang stehenden Instrumente, ihre „Verpackungen“ und natürlich die Interpreten. Die Auswahl der Artistinnen und Artisten war nach diesem Schwerpunkt ausgerichtet, dass heißt, dass vor allem Nummern einbezogen wurden, in denen ein klassisches Instrument gespielt oder beispielsweise ein Cello-Kasten zur Darbietung der Nummer verwandt wurde.

Ebenfalls wurde die Bühne als Orchestergraben, mit Accessoires aus dem Musikleben gestaltet. So wurden sowohl musikalisch, als auch durch inhaltliche Bezüge aus der Moderation heraus, die artistischen Nummern zu einem Ganzen als schlüssige Geschichte zusammen gefasst.

Die Idee, die dem Projektvorhaben für »Fortissimo« zu Grunde lag, war einer Zielgruppe zugedacht, die eher eine Oper, ein Theaterstück oder ein klassisches Konzert besuchen würde, als ein Varieté. Genau diese Menschen sollten angenehm erstaunt und überrascht sein können, das Varieté mitnichten anspruchslose Unterhaltung ist (wie in manchen Kreisen das Klischee geht), sondern auf hohem Niveau eine absolut gleichwertige Ergänzung zu Theater-, Oper- oder Ballett-Besuchen darstellen kann, wenn man bereit ist, sich darauf einzulassen.

Einmal begeistert für die traumwandlerisch anrührende Verbindung von klassischer Musik und Gesang, in der Verbindung mit moderner Artistik und innovativem Varieté, sollten diese Zuschauer auch weitere Varieté-Programme dankbar in den Kontext ihres privaten Kultur-Kalenders aufnehmen.

Kati & Philipp - Luftakrobatik, Hand auf Hand
Petr Spatina - Glasharfe
Herr Benedikt - Strapaten
Martin Mall - Jonglage, Diabolo
Gabor Vosteen - Musikcomedy mit Blockflöten
Borkovskiy Roman - Bratschenvirtuose
Ruwen Goyens - Gesang, Schauspiel
Philipp Rohmer - Kontrabass


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